Die Sprache des Körpers im Volksmund
12. Juli 2015K – opfgelenk
I – nduzierte
S – ymmetrie
S – törung
Diesen Begriff können wir auch umschreiben mit ATLASBLOCKADE ( Der ATLAS ist der 1. Halswirbel ).
Betrachten wir die Wirbelsäule als Ganzes, wird uns auffallen, dass KISS- Kinder häufig auch einen BECKENSCHIEFSTAND und eine BLOCKADE des 7./8. BRUSTWIRBELS ( = die Mitte der Wirbelsäule ) haben. Logischerweise ist daher eine Verdrehung der Wirbelsäule und so eine bestimmte Spannung in der Rückenmuskulatur die Folge.
Auswirkungen wie Migräne, Tinnitus, Drehschwindel, eingeschlafene Finger und Tennisellenbogen, Kieferprobleme, Ischias sowie Verdauungsprobleme können damit zusammenhängen.
Ursache:
Hier gibt es verschiedene Vermutungen und Ansätze. Meine persönliche Erfahrung ist, dass vor allem Schockerlebnisse ( z.B. bei der Geburt oder auch schon während der Schwangerschaft ) den ATLAS blockieren lassen. Eine natürliche Folge ist dann die Blockierung am Gegenpunkt: ISG – 5.Lendenwirbel und in der Mitte der WS, im Bereich Th 6-8. ( Wobei sehr häufig ISG rechts / LW 5 links bzw. ISG links / LW 5 rechts betroffen sind. ) Außerdem beobachten wir damit verbunden meist eine Verspannung im gleichseitigen KIEFERGELENK und ZUNGENBEIN.
Wissen sollen wir,
- dass gerade der ATLAS eine besondere Rolle bei der Entwicklung des Kindes hat. Vor allem Koordination und Raumbegriff sind damit verbunden. ( Gleichgewichtsorgan ! )
- dass Blähungen bei Babys oft zusammenhängen mit dem 6./7. Brustwirbel, dessen Nerven den Magen innervieren
- dass Stuhlprobleme auch mit ISG und 5.Lendenwirbel zusammenhängen können
- dass Babys auch schreien, weil sie Schmerzen + Spannungen im Rücken verspüren
- und dass es für die Schulmedizin sehr schwierig ist, diese Blockaden zu erkennen. Denn sie sind auf dem Röntgenbild oder in der Kernspintomographie kaum zu sehen.
Lösungen:
Eine Entblockierung dieser besagten Gelenke ist auf eine sanfte Art möglich. Leider gibt es nur wenige, die um diese Zusammenhänge wissen und die entsprechende Technik anwenden.
Ein geübter Therapeut kann an Hand des Muskeltonus und bestimmter Schmerzpunkte solche Dispositionen erspüren.
Als eine gute Arbeit besonders mit Babys hat sich auch die Kranio-Sakaral-Therapie gezeigt. Sie geht sehr auf die inneren Bedürfnisse des Menschen ein ohne ihn zu manipulieren.
Auf unseren Seiten beschreibt Dr.med Hans Wildgruber aus Hohenpeißenberg auffallende Symptome bei sog. KISS- Kindern von der Geburt bis zum 12.Lebensalter. Diese Information können Sie gerne als PDF-Dokument downloaden.
Symptomatologie der Kopfgelenksblockierung
Altersgruppe 0 bis 18 Monate
1. Asymmetrien des Muskeltonus
1. Einseitige Kopfhaltung ( mit den Folgen Schädelasymmetrie und Gesichtsskoliose )
2. Schiefe Rumpfhaltung (“C-Skoliose”, Beckenschiefstand )
3. Tonusasymmetrie der Arme (einseit. Streckmuster oder Bewegungsarmut, einseitiges “Fäusteln”, eingeschlafene Däumchen )
4. Tonusasymmetrie der Beine ( einseitige Supinations-Spitzfußhaltung, einseitige Abspreizhemmung der Hüfte )
5. ( einseit. ) Hüftreifungsverzögerung ( als Folge der Abspreizhemmung )
6. ausgeprägte Kopfrückbeuge ( opistotone Haltung)
2. Motorische Hyperaktivität, “Schreikind”, Schlafstörungen
3. Verdauungsstörungen
1. “Spuckkind”
2. Blähungen, “Dreimonatskoliken”
3. Spastische Obstipation
4. Statomotorische Entwicklungsverzögerung
1. Retardierung des “Krabbelalters”: schlecht tolerierte Bauchlage, Kopfhalteschwäche, mangelnder Bauchlagestütz, kein Krabbeln, roboterähnliches Gangbild
2. einseit. patholog. Lagereaktionen nach VOJTA
3. einseit. persistier. Halsstellreflex
Altersgruppe 1 1/2 bis 6 Jahre
1. Störungen der Bewegungskoordination und des Gleichgewichtes
1. unkoordiniertes “steifes” Gangbild, häufiges Hinfallen
2. Mängel beim Einbeinstand, -hüpfen, Ballfangen
3. mangelnde Bewegungsdosierung, “Kaputtmacher”
4. Innenrotationgang
5. Feinmotorische Störungen ( Malen, Ausschneiden, etc. )
6. mangelnde Differenzierung der Lateralität
( normalerweise ist bis zum Ende des 4. Lebensjahres die Rechts- oder Linkshändigkeit endgültig festgelegt ! )
2. Sprach- und Sprechstörungen
1. Sprachentwicklungsverzögerung
2. Dysgrammatismus
3. Stottern
3. Verhaltensauffälligkeiten
1. unruhig, ständig zappelnd
2. mangelndes Selbstwertgefühl ( albern, angeberisch )
3. niedrige Frustrationstoleranz ( Wutanfälle, Vermeidungs- und Verweigerungsstrategien, weint bei geringsten Anlässen )
4. körperlich und verbal aggressiv
5. mangelndes Zeit- und Entfernungsgefühl
4. Schmerzen
1. rez. Nackenschmerzen, rez. akuter Schiefhals
2. häufige Kopfschmerzen
3. Muskelschmerzen in den Beinen ( sog. Wachstumsschmerzen )
5. Viszerale Symptome
1. funktionelle Bauchschmerzen, Blähungen, Obstipation
2. Funktionelle Blasenstörungen, Enuresis noct. ( nach d. 5. Lj. )
Altersgruppe 7 bis 12 Jahre
1. Statisch-muskuläre Dysbalance
1. Ischiocrurale Verkürzung
2. Sitzkyphose
3. Innenrotationsgang
4. Beinachsenfehlstellungen
2. Störungen der Bewegungskoordination
1. grobmotorische Störungen ( ausgeprägte Ungeschicklichkeit im Turnen, Probleme bei gegenläufigen Bewegungen: rechte Hand – linkes Bein und umgekehrt ! )
2. Feinmotorische Störungen ( Schrift ! )
3. Rechts-Links-Hirn-Koordinationsstörungen
1. Lese- und Rechtschreibschwäche
2. Rechenschwäche
3. Konzentrationsstörung ( mangelndes Filtern von Geräuschen, ehr leicht ablenkbar )
4. Motorische Unruhe
1. ständiges Zappeln, Schaukeln, Wippen
2. Nägelbeißen
3. “Tics” ( Zuckungen der mimischen Muskulatur, Räuspern, etc. )
5. Vegetative Störungen
1. Ein- und Durchschlafstörungen
2. Appetitstörungen
3. funktionelle Bauchschmerzen, Blähungen, Obstipation
4. häufiger Miktionsdrang
5. Einnässen
6. Chronische Kopfschmerzen
